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Was bedeutet Social Impact Business in der Praxis? - Einige Erfolgsbeispiele

Der laut "Thinkers50" derzeit wichtigste Professor der Wirtschaftswissenschaften weltweit, C.K. Prahalad, erkennt ausgerechnet in den ökologischen und sozialen Herausforderungen der Welt - in Entwicklungs- und Schwellenländenr wie auch in den westlichen Industrieländern - die größte Quelle für substanziell bahnbrechende Innovationen sowie für neue Märkte, Produkte und Dienstleistungen. Wie gehen vorausschauende Unternehmen damit um?
Um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Effekte von Social Impact Business deutlich zu machen, seien hier einige Beispiele aus der Praxis kurz vorgestellt:
Cisco Networking Academy

CISCO SYSTEMS gründete 1997 die Cisco Networking Academy, die motivierte Nachwuchskräfte vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern online im Umgang mit IT-Technologien ausbildet – jährlich 800.000 Menschen in 160 Ländern, für die Cisco die Lehrmaterialien und die e-learning-Plattform kostenfrei zur Verfügung stellt. Cisco trägt damit nicht nur höchst effektiv die Kompetenz im Umgang mit IT bis in die letzten Winkel der Welt, sondern schafft sich dadurch auch die Nachfragemärkte der Zukunft für ihre Produkte.
Aravind Eye Care revolutioniert Augenoperationen

ARAVND EYE CARE KLINIKEN wurden 1976 in Indien von dem Augenarzt Dr. G. Venkataswamy gegründet mit dem Ziel, an Grauem Star Erkrankte durch einen kleinen operativem Eingriff von der Erblindung zu heilen. Indem sein Team jeden einzelnen Schritt von der Diagnose bis zur Nachsorge genau auf den Prüfstand stellte und dabei serienweise Innovationen und neue Patente generierte, konnten die Kosten um nicht weniger als 95 Prozent (!) reduziert werden. Millionen Arme in Indien erhielten dadurch kostenlose Augenoperationen. Und dennoch schreibt Aravind eine Kapitalrendite von 25 Prozent - um weitere ähnliche Kliniken und medizinische Innovationen in die Welt zu bringen.
Pegasus überwindet die letzte Hürde

PEGASUS ist ein Unternehmen in Berlin, das von Andrea und Friedrich Kiesinger (im Foto links, bei Maybritt Illner) ins Leben gerufen wurde. Sie betrieben seit langem den Verein "Albatross", der Menschen mit psychischen Handicaps betreut und heilt. Aber selbst wenn sie vollständig geheilt waren, fanden sie keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Unternehmer erwiesen sich als skeptisch, ob diese Menschen nicht wieder rückfällig würden. "Pegasus" schuf bis heute ca. 150 Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt - von Gastronomie und Catering bis Gebäudereinigung und Büroservice und zu ganz normalen Marktbedingungen. "Pegasus" erweist sich als therapeutisch und ökonomisch erfolgreich.
Grameen Shakti

Grameen Shakti hat ein Solar Home System entwickelt, das ohne Subventionen in wenigen Jahren für eine weltweite solare Stromversorgung für die zwei Drittel Armen der Menschheit sorgen kann. Bis Ende 2012 waren bereits über eine Million Solaranlagen in Bangladesch installiert. Die Kunden können ihre Anlage mit monatlichen Raten in gleicher Höhe ihrer bisherigen Ausgaben für Energie in nur drei Jahren abbezahlen. Die Anlagen halten jedoch acht Jahre. Derzeit werden 100.000 Solaringenieurinnen ausgebildet, durch die die Anlagen dann 15 Jahre und mehr halten. Bis Ende 2015 werden 15 Millionen Solar Home Systems installiert und damit 100 Prozent der Landbevölkerung Bangladeshs komplett mit Solarenergie versorgt sein.
Grameen Danone

2006 gründeten Danone und Grameen ein Joint Venture, um einen besonders konstengünstigen Joghurtfür die Ärmsten herzustellen, der alle Nahrungsbestandteile enthält, die in der Ernährung der Armen in Bangladesch in der Regel fehlen. Vertrieben wird das Joghurt durch Frauen, die ihre Tätigkeiten mit dem Verkauf des Joghurts erweitern. Für die Armen wird die Gesundheitssituation höchst effektiv und grundlegend verbessert, Für die Frauen entstehen neue Verdienstmöglichkeiten. Und Danone lernt durch die Zusammenarbeit mit Grameen, wie es sinnvolle, bezahlbare und kostendeckende Produkte für die Märkte an der Armutsschwelle entwickeln kann.
